Unser BIG DAY bei der Firma Gore

Wir hatten das große Glück und durften zusammen mit 9 anderen Familien Backstage hinter die Kulissen der Firma Gore blicken. Dabei durften wir nicht nur das Labor besichtigen, sondern auch selbst ein paar Test vornehmen.

Unsere Eindrücke und was wir alles tolles erlebt haben, möchte ich heute mit euch teilen.

Nach vier Stunden Anreise kamen wir voller Erwartungen im Gore-Werk an. Wir wurden gleich herzlich von Philis, dem Maskottchen empfangen. Philis sorgte für Unterhaltung bei den Kindern, es wurde gespielt und gelacht. Die Kinder hatten jetzt schon großen Spaß und fühlten sich sichtlich wohl. Nach einer kurzen Wartezeit, bis alle Familien da waren, ging es dann los zur Besichtigung. Bisher wusste noch keiner so richtig was uns erwarten wird. Wir waren alle sehr gespannt !

Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Den Beginn machten wir im Entwicklungslabor, hier wird das Funktionsmaterial auf seine Wind- und Wasserdichte geprüft.

Welchem Wasserdruck hält das Material stand ? Wie Winddicht ist es wirklich ? Wie viel Luft lässt das Material durch?

Das Material durchläuft mehrer Stationen, wobei es unter anderem einem hohen Wasserdruck ausgesetzt wird, der sogenannte Sutertest. Hier wird festgestellt bis zu welchem Wasserdruck das Material dicht halt. 

Mit zwei Handschuhen durften wir die Gore Tex Membran selbst einmal testen. Und tatsächlich, bei dem normalen Haushaltshandschuh begann die Hand schnell an zu schwitzen und er war sehr unangenehm zu tragen. Er klebte richtig an der Haut fest. Bei dem speziellen Funktionsmaterial war nichts zu merken, die Hand war trocken und das Material war sehr angenehm auf der Haut. 

GORE-TEX® Funktionstextilien sind dauerhaft wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv, und vermitteln den ganzen Tag über ein trockenes, warmes und angenehmes Tragegefühl.

Im nächsten Versuchslabor wurden dann die fertigen Produkte unter die Lupe genommen. Schuhe ganz unterschiedlicher Hersteller, welche alle die Gore Tex Membran in ihrem Schuh verarbeitet haben, müssen durch diese Tests.

Der fertige Schuh wird auf seine Wasserdichte geprüft. Hier gibt es zwei unterschiedliche Testmethoden.

Beim ersten Test wird geprüft, ob Wasser von außen in den Schuh eindringen kann.  Dafür wird der Schuh über einen Testfuß gestülpt, welcher mit Sensoren ausgerüstet ist. Der Schuhe kommt dann in eine mit Wasser befüllte Maschine, welche menschliche Schritte nachahmt. Wie lange der Schuhe im Wasserbad verbringen muss, hängt ganz von den Ansprüchen des Schuhs ab. So bleibt ein normaler Kinderschuhe ca. 2 Tage (50.000 Bewegungen) in der Maschine, ein Trekkingschuh hingegen muss 200.000 Schritte dicht halten und ein Militärschuh sogar 500.000 Schritte.

Beim zweiten Test wird geprüft, ob Wasser von innen nach außen tritt. Hier wird der MembranSchuh mit Wasser befüllt und kommt in eine sogenannte Zentrifuge. Durch die Fliehkraft entsteht ein Wasserdruck. Sollte Wasser aus dem Schuh austreten, ist der Schuhe durch den Test gefallen.

Zuguterletzt muss der Schuh noch auf seine Atmungsaktivität geprüft werden. Auch hier wird Wasser in den Schuh gefüllt. Legt man dann eine Glasscheibe vorne auf die Membran und diese beschlägt, lässt sich die Atmungsaktivität gut erkennen. Hier haben wir den Gore-Tex Schuh mit einem ganz normalen Gummistiefel verglichen und das Ergebnis war gut zu erkennen.

Erst wenn die Schuhe alle Tests bestanden haben, dürfen Sie in Serie geben. Die Firma Gore erlaubt es sich immer mal wieder, Stichproben zu machen, damit die Qualität auch gewährleistet ist.

Die Außenschicht hält Feuchtigkeit zurück, und die mikroporöse Struktur der Membrane unterstützt den Wärmetransport nach außen, indem es Schweißdämpfe entweichen lässt.

In den Pausen konnten die Kinder ihre Schuhe selbst einmal einem Wasserbad unterziehen. Zu Beginn etwas skeptisch, haben sie schnell gemerkt, dass die Schuhe tatsächlich dicht halten und es konnte mit großer Freude durchs Wasser geplanscht werden.

Zum Abschluss besichtigten wir noch den Regenturm und die Windmaschine. Einige der Kinder wäre gerne mal durch den Regenturm getobt 🙂 , da wir aber noch Essen gehen wollten, war ihnen das nicht gestattet. 🙂
Dafür durften sie, ausgestattet mit einer Windstopper-Jacke, in die Windmaschine und sich mit 80 km/h durchpusten lassen. Die Frisur war danach futsch, aber die Jacke hielt dicht.

Wir erlebten eine sehr schönen Tag. „Unseren BIG DAY bei der Firma Gore.“ Wir haben nette Menschen getroffen, die man sonst nur über den PC kennt und haben ganz viele Erfahrungen sammeln können.

Nach einem leckeren Abend essen und völlig erschöpft machten wir uns dann auf den Weg in unser Hotel. Vier Stunden Autofahrt wären einfach zu viel gewesen, daher blieben wir noch für eine Nacht in Feldkirchen und machte uns erst am nächsten Morgen zurück.

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Zu Hause angekommen wurden dann gleich unsere neuen Schuhe dem Alltagstest unterzogen. Halten sie tatsächlich alles, was wir einen Tag zuvor gelernt hatten ?

Marie und Lena erhielten beide ein paar Schuhe der Marke Primigi, welche mit einer Gore-Tex Membran ausgestattet sind. Sie sind im inneren leicht gefüttert und somit perfekt für nasskalte Herbstspaziergänge. Und nachdem wir die Schuhe jetzt schon 14 Tage allen möglichen Situationen ausgesetzt haben, kann ich mit gutem Gewissen sagen, sie haben den Test bestanden. 🙂

Bisher gab es weder nasse Füße, noch schwitzige Füße. Außerdem scheinen sie sehr bequem zu sein. Beide Kinder habe die Schuhe gerne an. An der Seite haben die Schuhe einen Reißverschluß, somit lassen sie sich sehr gut anziehen und für einen festen Halt können sie zusätzlich noch geschnürt werden. Wie ihr auf den Bildern gut erkennen könnt sind sie auch zum klettert bestens geeignet. 🙂

Und nachdem mich die GoreTex Membran in unseren Herbstschuhen überzeugt hat, habe ich für Lena gleich noch ein paar Winterstiefel von SuperFit gekauft, ebenfalls mit GoreTex. Bisher haben wir sie zwar noch nicht benötigt, aber der Winter kommt bestimmt und Schuhe kann man (Kind) nie genug haben.

 

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