Vom Windelfutsch, von der Schnullerfee und neuen Freunden

Da Jonas letzte Nacht seine Schnuller bei der Schnullerfee eingetauscht hat, möchte ich euch unbedingt davon erzählen, wie es dazu kam.

Anfang der Sommerferien hab ich mich mit einer Mutter aus dem Kindergarten über das leidige Thema „sauber werden“ unterhalten, da wir eigentlich über Sommer „Windelfrei“ werden wollten …

Das hat zwar (noch) nicht geklappt, aber dank der tollen Sammelband-Buchempfehlung Vom Windelfutsch, von der Schnullerfee und neuen Freunden erschienen im albarello Verlag, hat sich mein Sohn freiwillig von seinem Schnuller getrennt.

Das Buch ist unser aktuelles Lieblingsbuch und es vergeht kaum ein Abend ohne eine der Geschichten. Die drei Bilderbücher von Bärbel SpathelfDer kleine Zauberer Windelfutsch“, „Ein Bär von der Schnullerfee“ und Julia VolmertIm Kindergarten ist es toll“ sind alle drei wunderschön von Susanne Szesny illustriert.

Witziger Weise haben wir die Schnullerfee nur eine Handvoll mal gelesen. Den kleinen Zauberer Windelfutsch hingegen schon gefühlte zweitausend Mal 😉 Trotzdem ist auch meinem Mann und mir das Vorlesen noch nicht zu langweilig, da es sich nicht um eine der typischen „Windel-weg-Geschichten“ handelt, bei der das Geschichtenkind einfach immer wieder auf das Töpfchen gesetzt wird. Als es bei Stefanie mal wieder nicht geklappt hat, sieht ihre große Schwester, dass sie traurig ist und erzählt ihr die Geschichte vom Zauberer Windelfutsch. Der Zauberer besucht alle großen Kinder, die immer noch eine Windel tragen, obwohl sie diese gar nicht mehr brauchen. Kurz darauf besucht der Zauberer auch Stefanie und überlegt mit ihr gemeinsam, wie man denn eigentlich so ein Töpfchen richtig nutzt. Auf den nächsten sechs Seiten machen die beiden abwechselnd lustige Vorschläge, welche alle sehr schön abgebildet sind – vom neben das Töpfchen legen bis zum Handstand. Dabei lachen sich die beiden jedes Mal kaputt, bis Katharina endlich den Vorschlag macht sich aufs Töpfchen zu setzen. Nachdem Katharina den Windelfutsch-Test bestanden hat, erhält sie vom Zauberer das Windelfutschabzeichen – eine Medaille, die sie immer wieder an das Töpfchen erinnern soll, damit auch nichts mehr in die Hose geht.

Was mir als Mutter besonders gut gefällt ist, dass in dieser Geschichte nicht immer mit erhobenem Zeigefinger vom Sauber werden gesprochen wird, sondern dass die Geschichte mit Spaß und Witz versucht Interesse für das Töpfchen zu wecken. Bei den verschiedenen Vorschlägen zur Benutzung des Töpfchens freut sich mein Sohn mittlerweile schon im Voraus, wann er endlich von mir gefragt wird, ob das eine gute Idee von Stefanie oder dem Zauberer ist, um dann lauthals zu rufen, dass das so nicht geht. Bin mal gespannt, ob er in den nächsten Wochen vielleicht endlich auch Interesse an seinem Töpfchen zeigt. Dann erhält er von mir sein eigenes Windelfutsch-Abzeichen, denn die Medaille vom Zauberer Windelfutsch kann man sich sogar kostenfrei ausdrucken.

Beim Vorlesen der Geschichte „Ein Bär von der Schnullerfee“ hatte ich auf den ersten Seiten zunächst das Gefühl mich selbst sprechen zu hören …. denn die Mutter versucht Katharina mit den gleichen Argumenten zu überzeugen, die auch ich immer bei Jonas angebracht hab 😉 „Katharina nimm bitte deinen Schnuller aus dem Mund, ich kann dich ja kaum verstehen“ oder „Katharina, so werden deine Zähne noch ganz schief“ oder „Die Leute denken ja du seist noch ein ganz kleines Baby“ …. Die Sätze kennt ihr bestimmt auch alle. Leider haben sie weder bei meinem Jonas, noch bei Katharina in der Geschichte einen Erfolg gezeigt. Doch eines Nachts wird Katharina von der Schnullerfee besucht. Die Schnullerfee erzählt Katharina, dass sie jede Nacht die Kinder besucht, die ihren Schnuller nicht mehr brauchen und ihre Schnuller dann mitnimmt. Dafür darf sich jedes Kind dann ein Geschenk aussuchen. Katharina möchte sich allerdings noch nicht von ihrem Schnuller trennen. Also geht die Schnullerfee wieder und verspricht Katharina einfach noch einmal später zu kommen. Katharina übt nun jeden Tag ohne ihren geliebten Schnuller auszukommen und als es soweit ist malt sie der Schnullerfee ein Bild, damit diese auch weiß was sie sich statt der Schnuller wünscht. Am nächsten Morgen wacht sie mit einem Teddy im Arm auf und ist ganz stolz nun endlich eine „Große“ zu sein und Mama ist ganz stolz, dass ihre Tochter nun so toll spricht J

Der Teddy hat bei meinem Sohn scheinbar so arg gezogen, dass er von sich aus auch ein Bild für die Schnullerfee malen wollte. Mein Mann und ich haben ihm beide erklärt, dass seine Schnuller dann aber von der Schnullerfee abgeholt werden und er keinen Schnuller mehr hat. Aber die Aussicht auf ein Geschenk von der Schnullerfee war ihm scheinbar lieber. Seitdem kommt mein Sohn ganz ohne Schnuller aus. Sogar als er ein paar Tage später bei Oma und Opa zum Übernachten war, hat er keinen Schnuller verlangt. Und ich bin ganz stolz, dass mein „Großer“ nun so toll spricht 😉

Das dritte Buch des Sammelbandes ist „Im Kindergarten ist es toll“. Die Geschichte handelt von Jonathan, der neu im Kindergarten ist und von einigen Kindern in seiner Gruppe beim Spielen ausgeschlossen und sogar ausgelacht wird. Vermutlich ist das auch der Grund warum mein Sohn die Geschichte nicht so gerne hört. Ich als Mutter finde die Geschichte trotzdem wichtig, da Jonas so lernt, dass es nicht schön ist ausgeschlossen und ausgelacht zu werden. Natürlich geht die Geschichte am Ende gut aus. Im Baumhaus lernt er seine Freundin Lea kennen, die auf Grund ihrer Brille von den anderen Kindern immer „Brillenschlange“ gerufen wird. Angelockt durch das tolle Piratenspiel von Lea und Jonathan möchte auch Fabio bei den beiden mitspielen. Jetzt da Jonathan endlich Freunde gefunden hat macht ihm der Kindergarten richtig Spaß und Mama kommt natürlich viel zu früh zum Abholen…

Im albarello-Verlag sind noch mehr Bilderbuch-Sammelbände erschienen, die sich alle sehr interessant anhören:

  • „Sprechen, Trotzen, Größerwerden“ enthält die Bilderbücher „Der kleine Ritter und der dumme Trotz“, „Der Zauberrabe“ und „Philipp und der Daumenkönig“. In den Geschichten geht es um richtiges Sprechen, um die Anerkennung bei den Freunden und darum, dass Trotzanfälle einer Freundschaft im Weg stehen.
  • „Vom Streiten, Quengeln und Vertragen“ enthält die Bilderbücher „Die kleinen Streithammel“, Der Kleine, Freche Quengelkasper“, der „Freundschaftsstein“ und „Nicht Flunkern, Kleiner Prinz“. In den Geschichten geht es nicht nur um die richtige Art, sich mit anderen oder in der Gruppe auseinanderzusetzen, sondern auch darum, wie man Streit vermeiden kann.
  • „Ich pass gut auf mich auf“ enthält die Bilderbücher „Pass auf dich auf!“, Ein Schutzengel für den Straßenverkehr“ und „Wenn du dich verlaufen hast“. Die drei Geschichten zeigen, wie man sich Fremden gegenüber verhalten sollte, wie man im Straßenverkehr Unfälle vermeiden kann und was hilft, wenn man sich verlaufen hat.
  • „Nur Mut, du bist stark“ enthält die Bilderbücher „Das Zaubermittel“, Halb so schwer, sagt der Bär“ und „Immer nur Phillip“. Die Geschichten handeln vom Selbstvertrauen und wie man eigene Stärken entdeckt.
  • „Bert, der Gemüsekobold“ handelt davon warum man gesunde Sachen essen soll und wird hoffentlich unser neues Lieblingsbuch. Es ist zumindest einen Versuch wert, dass ich meinen Sohn endlich von leckerem Obst und Gemüse überzeugen kann… Drückt mir schon mal die Dauemen!

Weitere Infos zu den Büchern findet ihr entweder direkt unter www.albarello.de/ oder bei dessen Parnterbuchhandlung www.bunte-eule.de/

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